Montag, 19. September 2011

Dream - Team

Als ich vor zwei Jahren in den jetzigen Betrieb (Großküche) gewechselt bin, wurde mir eine türkische Arbeitskollegin zur Seite gestellt, die mich einweisen sollte. Und es war Liebe auf dem ersten Blick ;-)
Wir haben sehr schnell gemerkt, dass unsere Interessen, vor allem in der Küche, die Gleichen sind. Sie kocht und macht alles mit soviel Hingabe, Liebe und Leidenschaft, ist dabei immer gut gelaunt, aufopfernd und gerecht - sie verdient meinen allerhöchsten Respekt! 
Inzwischen sind wir ein perfekt eingespieltes Team und wir haben gemeinsam schon so manche Veränderung durchgeboxt, was bei unserem konservativen und eher weltfremden Küchenchef nicht immer einfach ist. Aber als er uns erlaubt hat diesen Möhren-Salat, den Hüsniye und ich gleichermaßen aus unserer privaten Küche kannten, ins Programm zu nehmen, wußten wir, da geht noch was...


Und da haben wir den Salat:






Möhren-Salat mit Joghurt


Zutaten:
600 g Möhren, geputzt gewogen
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Salz
4 EL Olivenöl
Pfeffer, frisch gemahlen
200 g Naturjoghurt
Zitronensaft, frisch gepresst
Petersilie - feingehackt
oder getrocknete Minze


- Die Möhren putzen, waschen und raspeln. Die enthäutete Zwiebel klein würfeln. Die Knoblauchzehen abziehen, fein hacken und mit Salz zerreiben.


- Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Den Knoblauch kurz mitdünsten und dann die Möhrenraspeln dazugeben. Bis zur gewünschten Bissfestigkeit kurze Zeit garen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, abkühlen lassen.


- In der Zwischenzeit den Joghurt mit Zitronensaft glattrühren und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Den Möhren-Salat in Schälchen anrichten, den Joghurt daraufgeben und mit feingehackter Petersilie oder getrockneter Minze bestreuen.




Schmeckt u. a. sehr gut zu Lamm-Gerichten.

Sonntag, 18. September 2011

Ein Hund namens Muffin

Ich hatte bisher in meinem Leben drei Hunde: eine ewig sabbernde Deutsche Dogge namens Shiva, einen kräftigen, treu-doofen Rottweiler-Rüden Sam und die sehr alt gewordene Yorki-Diva Debbie.
Mein Bedarf an weißen Schleimspuren und Hundehaaren auf meiner Kleidung (so lange es nichts dunkleres gibt, ist schwarz meine Lieblingsfarbe) ist gedeckt.


Nun hat sich meine Chefin einen Bolonka Zwetna-Welpen gekauft.
Ich gebe zu: zuckersüß! Findet meine Tochter auch und nervt seitdem mit dem Wunsch nach so einem Hund... oder noch kleiner. Wir würden ihn praktisch gar nicht merken, geschweige denn sehen... vermutlich auch nicht, wenn frau sich nach einem langen Arbeitstag wie ein nasser Sack auf's Sofa fallen lässt (*huch* da war doch was... und wo ist der verdammte Köter!?)


Einen Namen weiß sie auch schon: MUFFIN - weil er ja sooo klein und sooo süß ist!


Um der tagelangen Bettelei ein Ende zu setzen, habe ich ihr einen (aus meiner Sicht) grandiosen Vorschlag gemacht: Sie bekommt einen Hund... und zwar als Einweihungsgeschenk für ihre EIGENE Wohnung! Ich back schon mal Muffins...




Saftige Birnen-Muffins


FÜR 12 MUFFINS:

  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • ---
  • 1 Ei
  • 125 g Zucker
  • 1 Tüte Vanillin-Zucker
  • 80 ml Pflanzenöl
  • 250 g Naturjoghurt
  • 250 g Birnen - geschält gewogen
  • ---
  • evtl. Schokolade


  • - Den Backofen auf 180° C (U: 160° C) vorheizen. Ein 12er Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen bestücken.

  • - In einer Schüssel das Mehl mit Backpulver und Natron mischen.

  • - In einer zweiten Schüssel das aufgeschlagene Ei geben und verquirlen. Zucker, Vanillin-Zucker, Öl und Joghurt dazugeben und mit dem Schneebesen verrühren. Die Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke geschnitten direkt in die Schüssel geben und unterrühren. Die Masse zu dem Mehl in der ersten Schüssel gießen und zügig mit dem Schneebesen verrühren bis alle Zutaten feucht sind. Mit einem Löffel gleichmässig auf die Förmchen verteilen und das Blech auf der zweiten Schiene von unten auf das Backrost stellen. 30 Minuten backen.

  • - Nach dem Backen aus der Form heben und erkalten lassen. Nach Belieben mit flüssiger Schokolade garnieren oder mit Puderzucker bestäuben.


  • TIPP: Die Birnen können auch durch anderes Obst, z. B. Äpfel, Bananen oder Mangos ersetzt werden.





Samstag, 17. September 2011

Voller TA(r)TEndrang

Fremdkochen Tartes Fremdkochen... wer macht denn sowas? Na, ICH ...  zu jeder SchandTA(r)T(e) bereit!
Wenn die Huettenhilfe Neues sTARTEt, kann ich doch nicht TA(r)TEnlos zuschauen.
Alin und Sebastian werden jetzt TA(r)T(e)kräftig von Steph unterstützt und wo könnte man nicht besser Rezepte klauen als im KuriosiTARTEnladen, was ich auch gleich TA(r)T(e).
TA(r)T(e)sächlich wurde ich sehr schnell fündig, ein Blick auf die ZuTA(r)TEn und 
TARTARTARTAR.... die KARTOFFEL-ZWIEBEL-TARTE wurde nachgebastelt, allerdings ohne Ziegenkäse. Den habe ich durch einen cremigen Hirtenkäse mit Kräutern ersetzt.


TA(r)T(e)sache ist: Rezepteklau ist eine köstliche StrafTA(r)T(e)!!!






Und wer den Mund zu voll nimmt, muß seinen Worten auch TA(r)Ten folgen lassen! 
Ich ta(r)t es, wie versprochen, mit der LIMETTEN-MASCARPONE-TARTE und habe damit den TA(r)T(e)bestand des Mundraubes erfüllt.






♥lichen Dank an Steph und mipi für die großartigen Rezepte 
und liebe Grüße an die huettenhilfe & Friends :-)

Freitag, 16. September 2011

Unser täglich Brot

...ist im Idealfall frisch und am besten noch selbstgebacken.
Rezepte gibt es unendlich viele dafür. Aber eines lässt mich dann doch immer wieder den Weg zum Bäcker meines Vertrauens ansteuern: die langen Teiggehzeiten. Zeit ist bei mir knapp und dann soll auch noch das von mir garantiert angerichtete Mehl-Chaos beseitigt werden... nix für mich. 


Aber ein Brot-Rezept habe ich auf Lager, dass genauso schnell wie einfach ist: Zutaten mit den Mixer-Knethaken verrühren, mit einer Teigkarte aus der Schüssel in die (Silikon)Form geben und ab damit in den Ofen. Keine Wartezeiten und variabel - für mich perfekt!


Pizza-Brot ist der Hit bei den Kids:





  • Zutaten:
  • 400 ml warmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe - 42 g
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Pizza-Gewürz
  • 1,5 TL Salz
  • 500 g Weizen-, oder Dinkelmehl
  • 150 g Käse, z.B. Gouda oder Parmesan

  • - Den Backofen auf 200° C (U: 180° C) vorheizen. Eine Brotbackform (meine ist ca. 34 x 14 cm und aus Silikon) fetten und ausmehlen (bei Silikon entfällt das). Den Käse klein würfeln oder raspeln.

- 400 ml warmes Wasser in eine Rührschüssel geben, die Hefe hineinbröckeln und mit einem Schneebesen rührend auflösen. Das Tomatenmark ebenfalls einrühren. Pizza-Gewürz und Salz dazugeben und mit dem Mixer (Knethaken) das Mehl unterarbeiten. Zwischendurch den Käse unterrühren.

Mit einer Teigkarte (Teigschaber) den Teig aus der Schüssel heben und in die Form geben, gleichmässig verteilen. Sofort in den Ofen geben und auf der zweiten Schiene von unten 55-60 Minuten backen. Nach etwa 5-10 Minuten die Oberfläche der Länge nach mit einem Messer ca. 1 cm tief einschneiden (wichtig!)


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Avjar-Käse-Brot





Zutaten:
400 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe
1,5 TL Salz
2 EL Ajvar - scharf
500 g Mehl
100 g Käse - gerieben

Zubereitung siehe oben - Zutaten dementsprechend austauschen.


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In diesem Brot habe ich einen Teil des Wassers durch Buttermilch ersetzt und getrocknete Kräuter der Provence zugegeben:




Kräuter-Brot





Zutaten:
300 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe
1,5 TL Salz
2 EL Kräuter der Provence - Gewürzmischung
100 ml Buttermilch
500 g Mehl


Den Backofen auf 200° C (U: 180° C) vorheizen. Das warme Wasser in eine Rührschüssel geben und die zerbröckelte Hefe mit einem Schneebesen darin auflösen. Salz und Gewürzmischung dazugeben und die Buttermilch einrühren.


- Das Mehl mit dem Mixer (Knethaken) unterkneten und den Teig mit Hilfe einer Teigkarte in eine kleine gefettete und ausgemehlte Kastenform geben (ich benutze eine Silikonform, da entfällt das einfetten).


- Auf der zweiten Schiene von unten 55 Minuten backen, dabei können die letzten 10 Minuten der Backofen bereits ausgestellt werden. Nach etwa 5-10 Minuten Backzeit das Brot der Länge nach mit einem scharfem Messer einschneiden. Das fertige Brot etwas in der Form auskühlen lassen und dann auf ein Rost gestürzt komplett abkühlen lassen.


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Gestern habe ich eine neue Variante ausprobiert. Aber frau sollte, trotz Multitasking-Fähigkeit, nicht mehrere Dinge auf einmal tun, denn dann passiert das, was mir passiert ist: ich habe die erforderliche Menge für Wasser und Mehl vertauscht. Und obwohl ich das Verhältnis nachträglich verbessert habe, war die innere Brot-Konsistenz etwas klebrig. Das nächste Mal pass ich besser auf, denn geschmacklich ist es TOP!



Scharfer Grieche





Zutaten:
400 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe
1 TL Salz
500 g Mehl
ca. 6 lange eingelegte Peperonis - scharf 
ca. 100 g Feta

Peperonis in Ringe schneiden und Feta grob zerbröckelt unter den Teig rühren - Zubereitung s. Pizza-Brot

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Weitere Zutaten könnten Speckwürfel, Röstzwiebel, Chili, Nüsse, Trockenfrüchte usw. sein.








Donnerstag, 15. September 2011

An apple a day

...keeps the doctor away - eine alte Weisheit, die ich gerne glauben will. 
Und weil Äpfel nicht nur gesund, sondern auch gut lagerfähig sind, gehören sie zur üppigen Grundausstattung in meiner Obstschale. 
Idealerweise werden die Paradiesfrüchte pur, völlig unbehandelt (lediglich gewaschen) und tatsächlich täglich von allen Familienmitgliedern gleichermaßen verzehrt. 
Aber spätestens wenn die einst pralle Erscheinung zu schrumpeln beginnt (und hier ist ausdrücklich das Obst gemeint!) muß beherzt gehandelt werden.
In diesem Fall wurde Plan B (Biotonnen-Beerdigung) durch Plan G (pfeif auf gesund - koch Gelee) ersetzt.


Jetzt hat frau nicht nur einen köstlichen Brotaufstrich auf Vorrat, sondern gleichzeitig ein Mitbringsel zur Hand, dass nicht aufdringlich oder gar zu ausgefallen ist, dennoch garantiert anerkennende Worte der/dem Beschenkten entlockt - wie pfiffig!




Apfel-Basilikum-Gelee
- Je nach Apfelsorte und Basilikumanteil variiert der Geschmack -



Zutaten:

4 große Äpfel
    • 1 Liter Apfelsaft
    • 500 g Gelierzucker 3:1
    • ca. 12 Basilikumblätter

    - Die Äpfel vierteln, schälen und vom Kerngehäuse befreien. Die Stücke grob raspeln und sofort mit Apfelsaft begießen, damit sie nicht braun werden. Saubere Gläser mit Twist-off-Deckel bereitstellen.

- Die Apfelraspeln mit dem Saft und dem Gelierzucker in einem Topf mischen und unter Rühren zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit die Basilikumblätter waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden. Nachdem die Apfelmasse drei Minuten sprudelnd gekocht hat, den Topf vom Herd ziehen und die Basilikumstreifen unterziehen.

- Das Apfelgelee mit Hilfe eines Trichters randvoll in die Gläser füllen, mit den Deckeln verschließen und auf diese gedreht 5 Minuten stehen lassen.


Mittwoch, 14. September 2011

Mein Blog-Baby

...ist erst ein paar Tage alt und dass das, was hier steht, tatsächlich hier steht, grenzt schon fast an ein Wunder. Ich bin nämlich schlichtweg zu blöd für alles was mit Technik zu tun hat und mir sind in den letzten Tagen Begriffe begegnet, von deren Existenz ich nicht den Hauch einer Ahnung hatte. 
Die Kids sind mir da auch keine Hilfe, denn die halten mich inzwischen für komplett plemplem und sich möglichst fern. Und dass es aus Zeitmangel momentan nur Aufgewärmtes und Snacks gibt, wird mir fast schon mitleidig gnädig gewährt *halleluja*




Yufka-Röllchen mit Apfel-Ziegenkäse-Füllung


FÜR 1 PERSON:

  • 2 Yufka-Teigblätter - dreieckig
  • 1 Apfel
  • etwas Butter
  • 1 TL Honig
  • 30 g Ziegen-Frischkäse
  • ---
  • neutrales Öl

- Die Yufka-Teigblätter nebeneinander unter ein nebelfeuchtes Tuch legen. Einen Apfel vierteln, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.

- In einer kleinen Pfanne die Butter zerlassen und die Apfelstücke darin andünsten. Honig dazugeben und unterrühren. Den Ziegenfrischkäse ebenfalls in die Pfanne geben und schmelzen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und alles etwas abkühlen lassen.

- In einer mittleren Pfanne soviel Öl erhitzen, dass der Boden gut bedeckt ist. In der Zwischenzeit die Apfel-Ziegenkäse-Mischung auf das breitere Ende der Yufka-Teigblätter geben und mit eingeschlagenen Seiten aufrollen. Die Röllchen von allen Seiten im Öl goldgelb anbraten. Auf einem Küchenkrepp entfetten und etwas abgekühlt geniessen.


Dienstag, 13. September 2011

Glück

... im Spiel, Pech in der Liebe? Das stimmt bei mir so nicht, ich hatte bisher bei beiden Dingen kein gutes Händchen. Fairerweise muss ich dazu sagen, ich spiele nie selten und die Liebe habe ich wegen rar gesäter Prinzen auf Eis gelegt. 
Apropos Eis... und nun kommt endlich Glück ins Spiel... ich habe gewonnen! JAWOLL, mit einem Eis-Rezept, das ich bei einem Gewinnspiel eingereicht habe *freu* und zwar ein Kochbuch, ein sehr schönes noch dazu *riesigfreu*
Und da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, heißt es jetzt: Eis essen und abwarten! (sollte euch in nächster Zeit ein gutaussehender Mann auf einem weißen Pferd begegnen... der ist auf dem Weg zu mir - bestimmt!)


And the winner is...
Buttermilch-Basilikum-Zitroneneis







Zutaten:
  • 3 Stängel Basilikum
  • 1 Zitrone - unbehandelt
  • 1 Eiweiß
  • 400 ml Buttermilch
  • 100 g Puderzucker

- Die abgezupften und gewaschenen Basilikumblätter klein schneiden. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben. Die Zitronenhälften auspressen. Das Eiweiß steif schlagen.

- In einer Schüssel Buttermilch und Puderzucker mit dem Schneebesen verrühren. Zitronensaft, -abrieb, Basilikum und Eiweiß unterrühren. Die Schüssel ins Gefrierfach stellen und ca. 20 Minuten vorkühlen.

- Die Masse nochmal kräftig durchrühren, in die Eismaschine geben und bis zur gewünschten Festigkeit rühren lassen.

Montag, 12. September 2011

Mord im Schnee

...solche Gedanken an einem Montagmorgen, an dem sogar mal die Sonne scheint? 
Ich gebe zu: meine Nachbarn nerven mich oft und meine Winterdepression wird von Schnee nicht begünstigt - aber deswegen morden? Zumal ja noch nicht mal Winter ist und der Schnee hoffentlich noch lange auf sich warten lässt (von mir aus kann er auch ganz weg bleiben). Und die Nachbarn nerven immer, egal ob Regen oder Schnee... bei Sonne noch mehr, weil sie sich dann in Horden mit ihrem 'reizenden' Nachwuchs draußen tummeln. Lange... verdammt lange!


Schuld an meinen Gedanken ist mein erstes (und bisher einziges *snief*) Mitglied. Obwohl ich mich so sehr über sie freue (huhu Ute :-)) Niemals würde ich sie morden wollen und als erstes und einziges *snief* Mitglied schon mal gar nicht. Ein Mitglied meines Blogs ist sich seiner NICHT-Ermordung  durch mich ziemlich sicher! Und bei Schnee geh ich eh ungern raus...


Von der lieben Ute habe ich mal ein Rezept geklaut nachgebastelt und für dieses Dessert könnte ich töten :-)


Mord im Schnee


Zutaten für 4 Portionen:

  • 300 g TK-Himbeeren
    • 100 g Meringues - Vanillegeschmack
    • 200 g Sahne
    • 1 Tüte Vanillin-Zucker
    • 4 TL Zucker
    • 500 g Speisequark 20%

- Die Himbeeren in eine Schale geben und antauen lassen, 4 schöne Himbeeren zur Deko beiseite legen. Die Meringues grob zerkleinern. 4 Dessertgläser bereitstellen.

- In einer Rührschüssel die Sahne mit dem Zucker und Vanillinzucker halbfest schlagen. Den Quark dazugeben und mit dem Mixer bis zur gewünschten Festigkeit rühren.

- In je 1 Glas etwas Quarkmasse einfüllen, darauf eine Schicht zerkleinerte Meringues verteilen und als dritte Schicht die Himbeeren geben. Das ganze wiederholen und mit einer Quarkschicht abschließen. Mit einer Himbeere dekorieren und servieren.

TIPP: Am besten schmeckt es, wenn die Himbeeren zwar aufgetaut, aber noch schön kalt sind. Nicht zu lange stehen lassen, sonst weichen die Meringues auf und der 'Knusper-Effekt' fehlt.



Sonntag, 11. September 2011

Friede, Freude, Sonntagstorte

Der Sonntag ist schon lange nicht mehr das, was er mal war. 
Nicht mal mehr ausschlafen kann frau an diesem Tag, denn meistens muss darf ich arbeiten und meistens brutal früh - quasi noch vor'm wach werden *seufz*


Aber die Gäste wollen schließlich essen... mit Ei zum Frühstück und lecker Braten zum Mittag... es ist ja Sonntag! Hochbetrieb in der Großküche.


Und wenn ich dann mit allerletzter Kraft, auf allen Vieren kriechend, erschöpft und ausgepowert, mit dampfenden Füßen das traute Heim wieder erreiche, empfängt mich meist... Stille. Die Kids schlafen noch - es ist ja Sonntag!
Soviel zum Thema: Friede.


Freude überkommt mich, wenn ich als vorausschauende Hausfrau schon mal etwas vorbereitet habe... im Idealfall eine Torte (oder Kuchen)!


Und weil ich zitroniges so sehr mag, ist Zitronentorte das Höchste :-)
Das entschädigt für alle Strapazen, Mutter verwöhnt sich und gönnt sich auch noch ein zweites Stück... schließlich ist Sonntag!






Zutaten:
4 Eier
1 Prise Salz
150 g Zucker - insgesamt
80 g Mehl
80 g Speisestärke
2 TL Backpulver
50 g Butter
6 EL Orangensaft - Fertigprodukt
1 Zitrone - unbehandelt
---
3 Becher Schlagsahne - à 250 g
2 Tütchen Vanillin-Zucker
2 Tütchen Sahnesteif
50 g Puderzucker
---
Kokosraspeln


- Den Boden einer 26er-Springform mit Backpapier belegen und mit dem gefetteten Rand (Butter oder Margarine) festklemmen. Den Backofen auf 190° C (U: 170° C) vorheizen.

- Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Zum Schluß 75 g Zucker einrieseln lassen und so lange weiterrühren, bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Bis zur Weiterverwendung im Kühlschrank lagern.


- Das Eigelb mit den restlichen 75 g Zucker zu einer hellgelben Creme schlagen. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und in die Schüssel sieben. Die zerlassene und lauwarme Butter dazugeben und alles miteinander verrühren. Den zurückgestellten Eischnee in zwei Portionen unterheben und alles in die Form füllen, glattstreichen und auf der zweiten Schiene von unten ca. 25 Minuten backen.

- Nach dem Backen den Boden etwas abkühlen lassen und mit Hilfe eines Messers den Rand entfernen. Wenn der Tortenboden komplett erkaltet ist mit einem langen Küchenmesser zweimal waagerecht durchschneiden. Die drei Böden nebeneinander auf die Arbeitsplatte legen.

- Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben (es sollten ca. 2 TL Abrieb sein), beiseite stellen. Den Saft auspressen und 9 EL davon mit 6 EL Orangensaft mischen. Die drei Böden mit dem Saft beträufeln.

- Die Sahne mit dem Vanillin-Zucker und Sahnesteif schlagen. Zum Schluß die abgeriebene Zitronenschale und Puderzucker unterrühren. Den unteren Tortenboden auf eine Platte legen und mit einem Teil der Sahne bestreichen. Den mittleren Boden darauflegen und ebenfalls mit einem Teil Sahne bestreichen. Mit dem dritten Boden belegen, diesen mit Sahne samt Rand bestreichen. Nach Belieben mit Kokosraspeln bestreuen und vor dem Servieren etwa 1 Stunde kühl stellen.






Samstag, 10. September 2011

Soulfood

Meine Mutter würde dazu sagen: "Was versteh ich schon von eurer Hotten-Totten-Musik." Bei Seelenkost hätte sie vermutlich eher gewußt was damit gemeint ist. Schließlich war sie es, die mir diesen süßen Brei als Erste gekocht hat und der zu meiner Kindheit gehört wie ein aufgeschlagenes Knie:


Milchreis - mein persönliches Trostpflaster-Futter. 


Ob mein Sohn heute auch Seelennahrung brauchte oder einfach nur Bock drauf hatte... ich vermute letzteres. Natürlich erfüllte ich ihm diesen Wunsch (15jährige können ja so sensibel sein *wuhaha*) und tröstete mich gleich dazu, schließlich muß ich gleich noch arbeiten und das Wetter ist mal wieder so... pfui!


Faustregel unseres Küchenchefs: 
auf 1 Liter Milch kommen 200 g Rundkornreis und 100 g Zucker.


Ich persönlich nehme nur 80 g Zucker und koche noch eine halbe Zimtstange mit. Dann heißt es rühren, rühren, rühren... alles bei kleiner Hitze, bis der Reis weich ist. Und nicht zwischendurch posten, das geht nicht gut - glaubt mir!






In Griechenland wird Rizogalo erst mit Wasser und dann mit Milch gekocht, damit er schön locker wird.


Für 4 Personen:
140 g Rundkornreis
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
1 L + 1/8 L Milch
ca. 4 cm Zitronenschale - unbehandelt
1 EL Speisestärke
100 g Zucker


- Milchreis mit einer Prise Salz und 300 ml Wasser in einen Topf geben, mit einem Deckel verschliessen und bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen ist.


- Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit dem ausgekratzten Mark in den Topf geben. 1 Liter Milch angießen, Zitronenschale dazugeben und  mit dem Reis verrühren. Bei mittlerer Hitze ca. 10 - 15 Minuten offen köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. 


- Die Speisestärke mit dem Zucker mischen und mit der restlichen (1/8 L) kalten Milch anrühren. Zu dem Milchreis in den Topf geben und unter Rühren einmal aufkochen lassen.


- Den Topf vom Herd nehmen, Vanilleschote und Zitronenschale entfernen und den Milchreis abkühlen lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet. Mit Zimt bestreut servieren.


KALI OREXI!




Übrigens, 
griechische Mamas stellen den Milchreis in den Kühlschrank, weil er gut gekühlt serviert wird.
Hier in Deutschland hat mit Sicherheit schon mal der Eine oder die Andere überrascht beim Zubettgehen einen Topf unter der Bettdecke entdeckt, weil dort der Milchreis zum ausquellen geparkt wurde und dann schlichtweg vergessen wurde - ich weiß, wovon ich spreche schreibe :-))
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