Sonntag, 11. September 2011

Friede, Freude, Sonntagstorte

Der Sonntag ist schon lange nicht mehr das, was er mal war. 
Nicht mal mehr ausschlafen kann frau an diesem Tag, denn meistens muss darf ich arbeiten und meistens brutal früh - quasi noch vor'm wach werden *seufz*


Aber die Gäste wollen schließlich essen... mit Ei zum Frühstück und lecker Braten zum Mittag... es ist ja Sonntag! Hochbetrieb in der Großküche.


Und wenn ich dann mit allerletzter Kraft, auf allen Vieren kriechend, erschöpft und ausgepowert, mit dampfenden Füßen das traute Heim wieder erreiche, empfängt mich meist... Stille. Die Kids schlafen noch - es ist ja Sonntag!
Soviel zum Thema: Friede.


Freude überkommt mich, wenn ich als vorausschauende Hausfrau schon mal etwas vorbereitet habe... im Idealfall eine Torte (oder Kuchen)!


Und weil ich zitroniges so sehr mag, ist Zitronentorte das Höchste :-)
Das entschädigt für alle Strapazen, Mutter verwöhnt sich und gönnt sich auch noch ein zweites Stück... schließlich ist Sonntag!






Zutaten:
4 Eier
1 Prise Salz
150 g Zucker - insgesamt
80 g Mehl
80 g Speisestärke
2 TL Backpulver
50 g Butter
6 EL Orangensaft - Fertigprodukt
1 Zitrone - unbehandelt
---
3 Becher Schlagsahne - à 250 g
2 Tütchen Vanillin-Zucker
2 Tütchen Sahnesteif
50 g Puderzucker
---
Kokosraspeln


- Den Boden einer 26er-Springform mit Backpapier belegen und mit dem gefetteten Rand (Butter oder Margarine) festklemmen. Den Backofen auf 190° C (U: 170° C) vorheizen.

- Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Zum Schluß 75 g Zucker einrieseln lassen und so lange weiterrühren, bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Bis zur Weiterverwendung im Kühlschrank lagern.


- Das Eigelb mit den restlichen 75 g Zucker zu einer hellgelben Creme schlagen. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und in die Schüssel sieben. Die zerlassene und lauwarme Butter dazugeben und alles miteinander verrühren. Den zurückgestellten Eischnee in zwei Portionen unterheben und alles in die Form füllen, glattstreichen und auf der zweiten Schiene von unten ca. 25 Minuten backen.

- Nach dem Backen den Boden etwas abkühlen lassen und mit Hilfe eines Messers den Rand entfernen. Wenn der Tortenboden komplett erkaltet ist mit einem langen Küchenmesser zweimal waagerecht durchschneiden. Die drei Böden nebeneinander auf die Arbeitsplatte legen.

- Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben (es sollten ca. 2 TL Abrieb sein), beiseite stellen. Den Saft auspressen und 9 EL davon mit 6 EL Orangensaft mischen. Die drei Böden mit dem Saft beträufeln.

- Die Sahne mit dem Vanillin-Zucker und Sahnesteif schlagen. Zum Schluß die abgeriebene Zitronenschale und Puderzucker unterrühren. Den unteren Tortenboden auf eine Platte legen und mit einem Teil der Sahne bestreichen. Den mittleren Boden darauflegen und ebenfalls mit einem Teil Sahne bestreichen. Mit dem dritten Boden belegen, diesen mit Sahne samt Rand bestreichen. Nach Belieben mit Kokosraspeln bestreuen und vor dem Servieren etwa 1 Stunde kühl stellen.






Samstag, 10. September 2011

Soulfood

Meine Mutter würde dazu sagen: "Was versteh ich schon von eurer Hotten-Totten-Musik." Bei Seelenkost hätte sie vermutlich eher gewußt was damit gemeint ist. Schließlich war sie es, die mir diesen süßen Brei als Erste gekocht hat und der zu meiner Kindheit gehört wie ein aufgeschlagenes Knie:


Milchreis - mein persönliches Trostpflaster-Futter. 


Ob mein Sohn heute auch Seelennahrung brauchte oder einfach nur Bock drauf hatte... ich vermute letzteres. Natürlich erfüllte ich ihm diesen Wunsch (15jährige können ja so sensibel sein *wuhaha*) und tröstete mich gleich dazu, schließlich muß ich gleich noch arbeiten und das Wetter ist mal wieder so... pfui!


Faustregel unseres Küchenchefs: 
auf 1 Liter Milch kommen 200 g Rundkornreis und 100 g Zucker.


Ich persönlich nehme nur 80 g Zucker und koche noch eine halbe Zimtstange mit. Dann heißt es rühren, rühren, rühren... alles bei kleiner Hitze, bis der Reis weich ist. Und nicht zwischendurch posten, das geht nicht gut - glaubt mir!






In Griechenland wird Rizogalo erst mit Wasser und dann mit Milch gekocht, damit er schön locker wird.


Für 4 Personen:
140 g Rundkornreis
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
1 L + 1/8 L Milch
ca. 4 cm Zitronenschale - unbehandelt
1 EL Speisestärke
100 g Zucker


- Milchreis mit einer Prise Salz und 300 ml Wasser in einen Topf geben, mit einem Deckel verschliessen und bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen ist.


- Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit dem ausgekratzten Mark in den Topf geben. 1 Liter Milch angießen, Zitronenschale dazugeben und  mit dem Reis verrühren. Bei mittlerer Hitze ca. 10 - 15 Minuten offen köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. 


- Die Speisestärke mit dem Zucker mischen und mit der restlichen (1/8 L) kalten Milch anrühren. Zu dem Milchreis in den Topf geben und unter Rühren einmal aufkochen lassen.


- Den Topf vom Herd nehmen, Vanilleschote und Zitronenschale entfernen und den Milchreis abkühlen lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet. Mit Zimt bestreut servieren.


KALI OREXI!




Übrigens, 
griechische Mamas stellen den Milchreis in den Kühlschrank, weil er gut gekühlt serviert wird.
Hier in Deutschland hat mit Sicherheit schon mal der Eine oder die Andere überrascht beim Zubettgehen einen Topf unter der Bettdecke entdeckt, weil dort der Milchreis zum ausquellen geparkt wurde und dann schlichtweg vergessen wurde - ich weiß, wovon ich spreche schreibe :-))

Freitag, 9. September 2011

Alle ♥ Pasta

Seit 2008 habe ich das wahnwitzige Bedürfnis alles von mir in der Küche 'Gebastelte', was ich für gut oder erwähnenswert finde, der restlichen Menschheit via Internet mitteilen zu wollen. Zunächst auf einer Koch-Plattform, die sogar im TV beworben wurde. Aber da es dort unter den Usern manchmal schlimmer zuging wie in einer Mittags-Talkshow, habe ich dort nach zwei Jahren enttäuscht und entmutigt mein Rezepte-Bündel gepackt und der Community den Rücken gekehrt.
Gelandet bin ich dann bei den Küchengöttern (http://www.kuechengoetter.de/index.html) und dort habe ich immer noch einen Account mit einer kleinen Auswahl meiner Rezepte.


Neugierig habe ich mich natürlich auch durch die verschiedenen Blogs gelesen und immer wieder die professionellen Fotos bestaunt.
Ich habe ja nur so eine 08/15-Hausfrauen-Digi-Cam... Motiv drauf? Abdrücken ...fertig!
Und erst vor ein paar Tagen (ich weiß auch nicht auf welchem Planet ich vorher war) fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren... es gibt Bildbearbeitungsprogramme! Das muss einer Technik-Blonden doch gesagt werden!!!


Okay, das ändert nichts an der Tatsache, dass meine Kamera keine hundert Euro gekostet hat und ich noch nicht mal die Bedienungsanleitung gelesen habe. Und auch nichts daran, dass ich jetzt zwar weiß das solche Programme existieren, ich aber trotzdem zu dumm für so was bin.


Aber ein bisschen gespielt habe ich gestern damit :-)) 
Für mein nachfolgendes Nudelsalat-Rezept mussten natürlich Nudeln gekocht werden und auch schon gleich darauf als Motiv herhalten. 


Hier das Ergebnis - Hella und das Wunder der Technik:






Nudelsalate mag ich nicht wirklich. Eigentlich gab es bisher nur ein einziges Rezept, dass ich immer wieder mal mache und das besticht vor allem durch eins: es ist nicht deutsch. Mit Mayonnaise-Erbsen-Fleischwurst-Pamp kann man mich jagen!


Ein Rezept von den Küchengöttern erweiterte mein Nudelsalat-Repertoire um ein weiteres. 


Scharfer Nudelsalat


120 g kurze Nudeln - z. B. Mini Penne Rigate
Salz
200 g Tomaten
2 EL Salzkapern oder eingelegte Kapern - beide gut abgespült
1 kleines Bund Rucola - ca. 50 g
40 g Tomatenmark
1 TL gekörnte Brühe
3 EL heißes Wasser
1 TL Harissa (Vorsicht! :-))
2 TL Olivenöl
schwarzer Pfeffer - frisch gemahlen
ein Stück Parmesan




- Die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. In einem Sieb abgießen, kurz kalt abspülen und erkalten lassen.


- In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln, entkernen und würfeln. Rucola waschen, trocken schütteln und kleiner zupfen (ersatzweise können auch einige Basilikumblätter genommen werden). Die abgespülten Kapern hacken.


- In einer kleinen Schüssel Tomatenmark und Brühpulver mit dem heißen Wasser glattrühren. Harissa, Olivenöl und die gehackten Kapern unterrühren.


- In einer Salatschüssel die Nudeln mit der Tomatensoße mischen, Tomatenstücke unterrühren und pfeffern. Den Rucola (oder Basilikum) kurz vor dem Servieren unterheben. Parmesan in dünnen Spänen gehobelt darüberstreuen.




KALI OREXI!









Donnerstag, 8. September 2011

Sing ♫

Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause - MEIN BLOCK BLOG!
Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt - reicht vom ersten bis zum sechzehnten Stock(brot) :-)))


...immer das fällt mir ein wenn ich Blog höre. Natürlich hat Blog nix mit Block  zu tun - trotzdem passt dieser Sido-Songtext ...irgendwie und überhaupt. 


Das ist nun mein Blog (yeah!) ...und das wird hoffentlich schnell gefüllt mit Sachen aus meiner Stadt, meinem Bezirk, meinem Viertel, meiner Gegend, meiner Straße, meinem Zuhause, meinen Gedanken... na ja - ihr wisst schon!


Kalimera ist übrigens griechisch und heißt Guten Morgen/Tag. Und
HellaS bin ich = Hella S. :-) 
- eine deutsche Griechin (oder griechische Deutsche?) ...uuund HELLAS (Ἕλλάς) ist die Eigenbezeichnung Griechenlands - wie passend!


                                          

                                          
Natürlich soll hier auch gekocht/gebacken werden...


...und nicht nur Stock(brot)!







Eiskalt

Hier im nördlichen Niedersachsen war der Sommer 2011 fast so kalt wie meine neue Leidenschaft: Frozen Joghurt!


Dank dem mangelnden Interesse an Speiseeismaschinen hat ein Discounter seine ohnehin preiswerten Geräte auf sageundschreibe 15(!) Euro gesenkt.
So einem Angebot kann frau (und ich schon gar nicht, liebäugel ich doch schon länger mit so einem Ding) einfach nicht widerstehen und somit ist die erhöhte Kalorienzufuhr fürs nächste gesichert.


Nachdem ich alle möglichen Rezepte mit mehr und auch weniger großen Begeisterung ausprobiert habe, ist cremiger, kalter Joghurt mit Softeis-Konsistenz mein absoluter Favorit, der täglich (ich schwöre!) mit immer wechselnder Geschmacksrichtung (Zitrone bevorzugt :-)) gerührt wird.


Und hier mein superschnelles Basis-Rezept:




250 g Fruchtjoghurt (Sorte nach Geschmack)
125 g Naturjoghurt 3,5 % Fett
50 ml Sahne
60 g feiner Kristallzucker


Alle Zutaten in einem Gefäß (z. B. Messbecher) zusammenmixen und für ca. 20 - 30 Minuten im Froster vorkühlen.


Nochmal kräftig durchgerührt in die Eismaschine geben und nach ca. 25 Minuten geniessen!
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