Dienstag, 28. Februar 2012

Buchrezension - Gulas Menü


Gulas Menü 
von Henning Schöttke

Gulas Menü


__________________________________________

Ein Roman in 16 Geschichten von Henning Schöttke

Hamburg 1969, Zeit der Hippies, Charly kocht für Ulrike "Himmel und Erde", während die Amerikaner zum ersten Mal den Mond betreten. Neun Monate später wird ein Mädchen geboren. Gula! Charly beeindruckt durch Kochkünste und Sprüche, scheint für ein bürgerliches Leben nicht geeignet. Gula wächst bei Ulrike auf, erst mit Wochenendvater, dann ganz ohne. Sie sehnt sich nach ihm, gleichzeitig hasst sie ihn. Wie Charly kann sie gut kochen, doch mit dem Essen hat sie Probleme. Mal verschlingt sie es wie auch ihr Leben, mal bekommt sie keinen Bissen hinunter. Die Familie zerbricht. Jahrelang hofft Gula, dass der Vater zurückkommt.


Gulas Menü erzählt die Stationen eines Leben, aus unterschiedlichen Perspektiven, begleitet von Rezepten und zeitgeschichtlichen Ereignissen, angerichtet als 5-Gänge-Menü. Essen ist längst nicht nur Nahrungsaufnahme und Genuss. Essen ist Verführung, es ist Junkfood, Festmahl, Exotik, Gefahr und Sehnsucht. 16 Geschichten zeigen, welche Bedeutung Essen für den Menschen spielen kann und welchen Einflüssen es unterliegt.

____________________________________________________





Als ich auf Blogg dein Buch gestoßen bin, fiel meine Wahl ziemlich schnell auf dieses Buch. Essen spielt auch in meinem Leben eine große Rolle und so freute ich mich auf ein nettes Lesevergnügen.
Es ist klein... war mein erster Gedanke, als ich das Buch aus der Versand-Packung nahm. Aber Dank Hardcover dadurch ein ideales 'Handtaschen-Buch', nur zu gerne darf mich unterhaltsamer Lesestoff begleiten, bei diesem Buch ist es erst gar nicht dazu gekommen. Schon die ersten Seiten schafften es nicht mich in irgendeiner Weise zu berühren. Im Gegenteil - ich empfand es als seltsam unangenehm und teilweise mit einer Wortwahl, die mich an 'fremdschämen' denken ließ. 
Obwohl in jedem Kapitel vorkommend, war die Bedeutung von Essen nicht klar erkennbar. Der Fokus schien ein anderer zu sein und so verhielt es sich auch mit den zeitgeschichtlichen Ereignissen. Sie reichen von Atomkraft bis Zauberwürfel, alles wurde versucht unterzubringen, nichts mit Tiefgang und genauso langweilig angeführt wie die Dialoge. 
Zeitweise überkam mich das Gefühl ein Jugendbuch zu lesen, aber für diese Zielgruppe ist es garantiert nicht, lediglich die angefügten Rezepte ließen sich eventuell für den schulischen und eher anspruchslosen Kochunterricht verwenden. 
Unter anderen Umständen hätte ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen und leider hielt es nichts von dem was es zunächst versprach. Schade eigentlich... trotzdem ist der Grundgedanke ein guter und darum vergebe ich zwei von fünf möglichen Sternen.




2 Kommentare:

  1. Guten morgen liebe Hella,
    tolle und vor allem ehrliche Rezension...
    bin bei Facebook auch auf diese Seite gestoßen und hatte mich da beworben, leider erfüllt mein Blog nicht alle Kriterien :-(
    Liebste Grüsse
    Jana

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Hella,

    das ist wie mit gutem Essen, der Name verspricht 1000 Genüsse ... und beim probieren, kommt dann die Enttäuschung .
    Ich war schon ganz gespannt auf dieses Buch, der Name interessant, da sieht man mal wieder wie man sich irren kann .
    Auf ein Neues ... vielleicht trifft das nächste Buch deinem Geschmack .


    Lg Kerstin

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...